VITA

Johannes Marks, geboren in Dortmund, studierte Komposition an der Folkwang-Hochschule in Essen bei Wolfgang Hufschmidt und Elektronische Komposition bei Thomas Neuhaus. Wichtige Impulse erhielt er bei Kursen mit Brian Ferneyhough und Wolfgang Rihm sowie dem Quartett Avance. Seine Werke werden bei internationalen Festivals und Konzertreihen in Deutschland und Europa wie Nuovi Spazi Musicali, Rom, dem Europa-Festival Windrose, den STATIONEN NRW, der Scene:Österreich, der Bergischen Biennale, dem Neckar-Musikfestival und der Reihe Unerhörte Musik Berlin gespielt. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler haben seine Werke im Repertoire, so die Pianisten Paulo Alvares, Fabian Müller, Rainer Klaas und Elisaveta Blumina, die Flötistin Carin Levine, die Geigerin Ioana Cristina Goicea (die sein Violinkonzert 2016 für den WDR einspielte), der Geiger Werner von Schnitzler, die Sopranistin Irene Kurka und der Dirigent Florian Erdl. Als Komponist und/oder Dirigent arbeitete Johannes Marks mit der California Ear Unit, dem Artoll-Ensemble, dem Ensemble für Neue Musik an der Universität Dortmund, dem Art-Ensemble NRW, dem STATIONEN-Ensemble, dem Duo Katarakt, dem E-Mex-Ensemble und dem Ensemble Hörsinn zusammen.

2017 erhielt Johannes Marks vom Westdeutschen Rundfunk den Kompositionsauftrag für ein Stück zum WDR-Grundgesetz-Projekt, das zu einer Chorkomposition über den Artikel 16 a - Asylrecht - führte, die vom WDR-Rundfunkchor eingesungen wurde. Das Stück eröffnet eine Gruppe von Kompositionen kritisch-humorvollen Inhalts, die neue Formen des Miteinanders von Sprache und Musik gestalten. In diesen Kontext gehört auch „Die Trio-Probe“, deren Musik 2018 in der Kammermusikreihe der Staatsoper Unter den Linden Berlin ihre Uraufführung hatte.
Weitere Kompositionsaufträge erhielt Johannes Marks von der Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung, der Universität Dortmund, der Stadt Fröndenberg im Rahmen des Projekts Kulturhauptstadt Ruhr 2010 und dem Ensemble CISIS. 
 
Johannes Marks hat die Künstlerische Leitung des Projekts Sinfonia NRW (Studierende des Landes spielen zeitgenössische Musik für Kammerorchester), die Leitung des Dortmunder Kammermusikfestivals sowie der Fröndenberger Stiftskonzerte inne. Seiner Promotion über Musikalische Struktur und ästhetisches Wohlgefallen folgte eine rege internationale Vortrags- und Moderationstätigkeit zu Fragestellungen bezüglich der zeitgenössischen Musik und zur Ästhetik, u.a. ein Beitrag zur Ausstellung Was ist schön? des Deutschen Hygienemuseums Dresden.